Tour 38: Wieda und Umgebung
Datum der Tour: 20. Dezember 2025
Start- & Zielpunkt: Wieda
Aufstieg: 420 m
Abstieg: 420 m
Dauer: 2:55 Std.
Länge: 14.2 km
Stempelstellen: 162 | 9939 | BAU03 | 159
Kurz vor Weihnachten wollten Ramona und ich noch einmal in den Harz, um die diesjährige Jahresabschluss-Wanderung zu machen. Das Wetter war uns egal, wir wollten nur raus. Okay, ein Schnitzel beim H.S.K. war wohl auch noch drin. Geplant für den Tag waren 4 Stempel bei knapp 14 Kilometern. Eine entspannte Abschlusswanderung.
Die gewohnte Startzeit für unsere Harz-Touren ist 5:30 Uhr, und diese hielten wir auch dieses Mal ein. Eigentlich ist um diese Zeit die Autobahn immer recht frei, aber dieses Mal war es anders. Die ganzen Weihnachtsurlauber sind wohl schon unterwegs. Jedes zweite Auto hatte einen Dachgepäckträger mit einer Box auf dem Auto. Das fiel extrem auf. Trotzdem kamen wir gut durch und kamen wie geplant in Clausthal-Zellerfeld an.
Für das Kofferraumklappen-Frühstück wählten wir wieder das Café „Der Steiger by Bäckerei Moock“. Das Ambiente und die Qualität haben uns letztes Mal sehr gut gefallen. Dass es dieses Mal kein Kofferraumklappen-Frühstück geben sollte, wussten wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Aber dazu etwas später.
Direkt auf dem Weg zur Rundwanderung in Wieda und Umgebung wollten wir noch den Stempel HWN 162 (Kreuztalsklippe) einsammeln. Bei knapp 0,6km Hin-und Rückweg kein Ding. Doch Pustekuchen! Mein gewählter Parkplatz war nicht so gut, und wir irrten noch ein paar Minuten umher, um dann endlich einen recht weit entfernten Parkplatz zu bekommen.
Die Steigung zur HWN 162 war nicht ohne. Gleich am Anfang war ein Seil gespannt, um überhaupt auf den Weg zu kommen. So etwas hatten wir auch noch nicht. Innerhalb von 2 Minuten waren wir auf Betriebstemperatur und oben angekommen, mussten wir erst mal verschnaufen. Das war ganz okay, denn die Aussicht war klasse! Im Stempelkasten fanden wir einen bemalten Stein, den wir mitgenommen haben. Dieser wird dann unterwegs irgendwo in einem anderen Kasten wieder ausgesetzt.
Nach einer kleinen Pause machten wir uns wieder auf den Weg zum Auto. Wir hatten Hunger und wollten endlich die Brötchen und den Kaffee genießen. Der Weg hinunter war super entspannt. Nun aber auf zum Parkplatz in Wieda. Über Google Maps hatte ich einen tollen Platz direkt beim Sonderstempel „Bienenpfad Wieda“ gefunden. Wir quälten uns mit dem Auto durch die engen Straßen und stellten dann fest, dass dort Parken verboten war. Mist!
In der Hoffnung, dass wir nun genügend Pech für heute gehabt hatten, stellten wir das Auto dann wieder weiter weg ab. Leider war der Parkplatz direkt an einer viel befahrenen Straße und somit ungeeignet für das Kofferraumklappen-Frühstück. Wir wollten dann etwas weiter oben auf den Bänken beim Bienenpfad frühstücken. Dort, wo ich vorhin parken wollte. Also wieder den Berg hoch und endlich frühstücken. Die Bank war total nass und wir mussten im Stehen essen. Oh Mann.
Nach der Stärkung wollten wir aber endlich los, sonst wird das heute nichts mehr. Natürlich mussten wir wieder zurück zum Auto, denn die Rundwanderung ging in die andere Richtung. Was für ein Start!
Der Weg hinauf zum Bahnhof Stöberhai (BAU03) ging langsam, aber stetig bergauf. Es sollte ja nicht langweilig werden. Unterwegs trafen wir keine Menschenseele. Dort angekommen habe ich natürlich vergessen, ins Baudensteig Heft zu stempeln. Was auch sonst. Mal sehen, wie ich den Stempel nachträglich ins Heft bekomme. Es gibt ja keine WN-Nummer im Kasten. Den habe ich gewohnheitsmäßig aber von innen fotografiert. Man weiß ja nie, wozu man den Nachweis später noch einmal benötigt.
Wanderhighlight: Bahnhof Stöberhai
Der Hotelbesitzer A. Panse erwirkte, dass die Südharz-Eisenbahn-Gesellschaft (SHE) beim Bau der Schmalspurbahn Walkenried–Braunlage/Tanne im Jahr 1899 mitten im Wald die Haltestelle Bahnhof Stöberhai einrichtete, um den Ausflugsverkehr zum Hotel zu erleichtern. Auf Panses Drängen wurde dort im Oktober 1900 von der Gesellschaft auch ein kleines Bahnhofsgebäude für die Ausflugsgäste eröffnet. Das Bahnhofsgebäude war von Anbeginn an zu klein und dem Besucherandrang gerade an Wochenenden nicht gewachsen. Es brannte 1907 ab und wurde noch im gleichen Jahr durch das noch immer existente Gebäude ersetzt. Obwohl damals die Bahnstation im Weinglastal nur rund 1,3 km vom Hotel entfernt lag, waren zwischen ihr und dem Hotel noch rund 260 m Höhenunterschied über den Nordhäuser Stieg zu überwinden. Der Bahnhof liegt am Wanderweg Harzer Baudensteig. Zudem führt der Südharz-Eisenbahn-Radwanderweg am Bahnhofsgebäude vorbei, das bis heute als Gaststätte geöffnet ist.
Quelle: Wikipedia
Auf dem Weg zum Stöberhai wurde es immer nebliger. Aber es blieb trocken. Auch hier war der Weg sehr steil. Kalt war uns an dem Tag nicht. Oben angekommen war absolut nichts von der tollen Aussicht zu genießen. Wir schauten einfach gegen eine weiße Wand. Aber egal, das Foto mit dem Gipfel-Stein musste sein. Vor dem Gipfel-Stein befand sich eine „Selfie-Station“. Wie geil ist das denn? So etwas haben wir noch nicht gesehen und wir beschlossen, dass dieser Holzpfahl mit Handyhalter überall im Harz stehen sollte. Eine tolle Idee. Hier oben waren dann doch tatsächlich mal ein paar Wanderer zu sehen.
Zurück zum Auto ging es dann die restlichen Kilometer immer bergab. Eine Wohltat nach den ganzen Steigungen in der ersten Hälfte der Wanderung. Trotz des Wetters fanden wir aber unterwegs immer noch genügend Fotomotive, die abgelichtet werden mussten. Irgendwann waren wir dann zum dritten Mal heute beim Stempelkasten vom „Bienenpfad Wieda“ (HWN 9939). Dort hinterlegten wir dann auch den Stein, welchen wir vorher gefunden hatten.
Es war ein komischer Tag mit vielen unerwarteten Ereignissen. Aber es war ein toller Tag. Wir hatten uns viel zu erzählen und waren auch einige Zeit mit uns selbst beschäftigt. So muss eine Kopf-frei-Wanderung sein. Wir freuten uns auf das Schnitzel beim Harzer Schnitzelkönig und hofften, dass es dort nicht allzu voll sein würde. Wir hatten Glück und bekamen sofort unseren Lieblingsplatz direkt am Tresen.
Jetzt fehlen nur noch 2 Stempel für das Baudensteig Heft. Dafür habe ich eine tolle 18,5 Kilometer Wanderung geplant. Das wird dann wohl leider erst im Januar klappen, und ich hoffe inständig, dass die Mädels von der Harzer Wandernadel in Blankenburg mein zurückgelegtes Exemplar der Nadel noch irgendwo haben. So ganz nebenbei kamen heute 14,2 km und 420 Höhenmeter bei einer reinen Laufzeit von 2 Stunden und 55 Minuten zusammen.
Die nächsten Touren sind geplant und wir kommen wieder. „Harz geht immer!“


















































