Tour 40: Bad Lauterberg und Umgebung

Tour 40: Bad Lauterberg und Umgebung

Datum der Tour: 7. März 2026

Start- & Zielpunkt: Parkplatz „Weinbergsattel“ / Bad Lauterberg

Aufstieg: 670 m

Abstieg: 670 m

Dauer: 3:47 Std.

Länge: 18.2 km

Stempelstellen: BAU01 | 115 | 158 | 043

Die 40. Wanderung für die Harzer Wandernadel stand an und es sollte nicht nur ein kleines Jubiläum sein, nein, auch der Baudensteig sollte endlich mal fertig abgewandert werden (lange genug hat es ja auch gedauert). Mittlerweile wird es immer schwieriger, ein paar Lücken für die Stempel-Wanderungen im Harz zu finden. Dieses Jahr stehen echt viele Extrem-Wanderungen an und somit müssen sich unsere drei Kalender echt Mühe geben, mal einen gemeinsamen Termin zu finden.

Tobi hatte Zeit und ich habe eine 18-km-Wanderung mit vier Stempeln und 640 Höhenmetern geplant (Baudensteig = Höhenmeter). Die Wettervorhersage war auch super und ich machte mich pünktlich um 5:30 Uhr auf den Weg nach Celle. Die Fahrt war kurz (zumindest kommt sie mir immer kürzer vor) und verlief ohne Komplikationen. Fix luden wir das Gepäck um, holten uns noch schnell ein paar Brötchen für das Kofferraumklappen-Frühstück und fuhren gut gelaunt in Richtung Bad Harzburg.

Dort angekommen, holten wir uns den Kaffee für das Frühstück bei Mannamia. Der Kaffee hatte uns dort bisher sehr gut geschmeckt und wir kommen immer wieder gerne dort vorbei, wenn wir in der Nähe sind. Der netten Verkäuferin fiel sogar das Fehlen von Ramona auf. Ja, man kennt uns mittlerweile dort! Nach einem netten Plausch fuhren wir dann auch zum Parkplatz in Bad Lauterberg. Der herausgesuchte Parkplatz war dieses Mal nicht so gut und wir mussten umdisponieren.

Leider lag dieser nun hinter unserem ersten Stempel, aber auf dem Weg zurück zum Auto mussten wir ja dort vorbeikommen. Doof nur, dass wir dann zum Schluss noch einmal ordentlich Höhenmeter zur Berggaststätte Hausberg haben werden. Na, das wird bestimmt lustig! Der kostenlose Parkplatz „Weinbergsattel“ war perfekt geeignet für das Frühstück, und dieses genossen wir in vollen Zügen. Die Straße „Weinberg“ werden wir noch sehr lange in Erinnerung halten. Sie hat 25 % Steigung und der Weg dort hinauf war nicht wirklich lustig.

Nach dem Frühstück ging es los und es war schon recht warm. Das Wetter war Balsam für die Seele. Endlich mal eine Wanderung bei Sonnenschein. Hach, tat das gut. Wer mich kennt, der weiß allerdings, dass ich solch ein Wetter für die Fotos gar nicht gerne mag. Alles überbelichtet, oder zu dunkel, und die Landschaft war gerade im Wechsel zwischen Winter und Frühling. Es war noch kein Grün an den Bäumen und alles war grau, braun und trist. Egal, man kann nicht alles haben.

Gleich am Anfang ging es den Kummelberg zum Bismarckturm hinauf. Von 0 auf 100 in ein paar Kilometern. Uns wurde extrem schnell warm. Es war kaum etwas los auf den Wanderwegen und wir genossen die warmen Sonnenstrahlen im Gesicht und die Ruhe, die uns umgab. Oben angekommen machten wir ein paar Fotos, stempelten die HWN 115 (Bismarckturm), kamen noch mit einem Geburtstagskind (25 Jahre) ins Gespräch und gingen dann weiter. Die nächsten 2 Kilometer ging es bergab. Eine Wohltat nach der Steigung am Anfang.

Die Freude hielt nur kurz an. Denn jetzt kamen wieder 2 Kilometer fette Steigung. Egal, Zähne zusammenbeißen und hoch auf den Quitschenkopf. Wir wussten ja, dass wir heute viele Höhenmeter vor uns haben. Oben auf 590 Meter Höhe war dann auch die nächste Stempelstelle. Der zweite Stempel für heute war die HWN 158 (Hassenstein). Bis auf eine kleine, nicht besonders schöne, Schutzhütte bot sich hier nicht viel. Also schnell stempeln und weiter. Bereits hier hatten wir schon das Wasser zum Trinken aufgebraucht und hofften, dass wir irgendwo einkehren können, um etwas zu trinken. Diese Wärme war man gar nicht mehr gewohnt.

Zwischendurch war an einigen Stellen immer mal wieder etwas Restschnee zu sehen. Auch ein paar Seen, wo die Sonne nicht hinkam, waren noch gefroren. Das war schon komisch anzusehen. An einem kleinen Bach probierten wir das Wasser und es wurde für gut befunden. Tobi füllte seine Trinkflasche und es ging weiter. Hier und da mussten wir über Bäume und unter Bäumen durch. Ein bisschen Sport unterwegs tut auch mal gut.

Irgendwann versenkte Tobi beim Überflug eines kleinen Baches seine Drohne im Wasser. Mann, war das eine Aufregung! Die Rettungsaktion war spektakulär und die Drohne funktionierte nicht mehr. Alles tot – das war ein teurer Film. Mal sehen, ob sie wieder repariert werden kann. Die Laune war aber immer noch bestens. Wir ließen uns dadurch nicht den Spaß an dem tollen Tag verderben.

Als Nächstes kamen wir zur Stempelstelle 43 (Wasserscheide Weser-Elbe). Auch hier machten wir ein paar Fotos (in der Hoffnung, dass wenigstens ein paar Fotos etwas schön aussehen) und ich drückte den Stempel ins Heft. In der Ferne konnten wir schon den Wiesenbeker Teich mit seinem wunderschönen Campingplatz sehen. Hoffentlich bekommen wir dort ein kaltes Hefeweizen oder eine kalte Cola! Leider nein, alles war zu. So ein Dreck! Was würde ich jetzt für eine kalte Cola geben?

Wir hatten jetzt noch etwa 5 Kilometer auf der Uhr und müssten wieder in Bad Lauterberg ankommen. Dort kriegen wir bestimmt etwas Kaltes zu trinken. Die Landschaft war trotz der fehlenden Blätter wunderschön und zwischendurch vergaßen wir auch unseren großen Durst. In Bad Lauterberg angekommen, sahen wir in der Ferne schon eine kleine Eisdiele. Hm, ein kaltes Eis wäre auch nicht schlecht. Die Eisdiele hatte bedauerlicherweise zu und wir kehrten bei einem Döner-Imbiss ein, um uns dort endlich die kalte Erfrischung zu gönnen. Man, tat das gut. Diese Cola hatten wir uns echt verdient.

Leider kommen jetzt noch ein paar nette Höhenmeter auf dem Weg zum nächsten Stempel und zum Auto. Aber das schaffen wir auch noch. Der Weg zur Berggaststätte Hausberg zog sich ganz schön und ging auch ordentlich in die Waden. Oben angekommen, wurde ich mit einem tollen Ausblick belohnt. Es war hier sehr voll und ich musste den Stempelkasten (BAU01) erst einmal suchen. Nicht länger als nötig blieben wir oben und gingen dann zurück zum Auto. Ach ja, auf dem Weg hinunter haben wir gesehen, dass die Seilbahn doch gefahren ist! Mist!

Natürlich ging es wieder zum Harzer Schnitzelkönig, um den Tag ordnungsgemäß abzuschließen. Es war dort wie immer ein tolles Erlebnis und wir genossen den späten Nachmittag bei Freunden. Danke, dass es Euch gibt!

Das war eine tolle Tour, und so ganz nebenbei kamen heute 18,2 km und 670 Höhenmeter bei einer reinen Laufzeit von 3 Stunden und 47 Minuten zusammen. Mit dieser Wanderung habe ich mir endlich die Nadel „Harzer Bausteig“ erwandert und ich kann mich wieder der Mission Grenzweg widmen. Es soll ja nicht langweilig werden.

Die nächsten Touren sind geplant und wir kommen wieder. „Harz geht immer!“