Tour 39: Bad Harzburg und Umgebung

Tour 39: Bad Harzburg und Umgebung

Datum der Tour: 17. Januar 2026

Start- & Zielpunkt: Wanderparkplatz am Taternbruch

Aufstieg: 390 m

Abstieg: 390 m

Dauer: 3:43 Std.

Länge: 16.1 km

Stempelstellen: 019

Das neue Jahr war noch nicht so alt und es stand mal wieder ein Harzbesuch zum Stempelwandern an. Eigentlich wollte ich die letzten zwei fehlenden Stempel vom Baudensteig Heft einsammeln, aber das war eine knapp 19-km-Tour, und das wollten wir uns bei dem Schnee nicht antun. Also war Reste sammeln angesagt. Ein einsamer Stempel vom Harzer Grenzweg lag etwas außerhalb der bereits geplanten und auch zu planenden Touren. Das Skidenkmal wollte also eingesammelt werden. Dazu hatte ich eine kleine Rundwanderung von 14,4km geplant, auf der auch das Molkenhaus lag. Diesen Stempel hatte ich bereits bei einer anderen Tour ins Heft gestempelt, aber er passte gut in die Rundwanderung.

Alle Wanderbuddys waren dabei, und insgeheim hofften wir drei, dass wir an diesem Tag mal etwas mehr als nur Nebel sehen würden. Etwas Fernsicht würde uns heute sehr guttun. Leider hatten wir bei den letzten drei Wanderungen nicht dieses Glück. Ob es wohl dieses Mal klappt?

Pünktlich um 5:30 Uhr sammelte ich Ramona ein und wir fuhren in Richtung Celle, um Tobi abzuholen. Trotz des Wetters hatten wir eine reibungslose Anreise nach Celle und wir waren pünktlich dort, um das Auto zu wechseln. Kurz noch die Brötchen für das Kofferraumklappenfrühstück gekauft und wir fuhren los. Es gab einiges zu erzählen und die Fahrt verging wie im Fluge.

Den Kaffee holten wir, wie auch bei der letzten Tour, in Bad Harzburg bei Mannamia. Der Kaffee hatte uns dort sehr gut geschmeckt. Zum Starten der Rundwanderung hatten wir uns den Wanderparkplatz am Taternbruch ausgesucht. Wir wunderten uns, dass es zu dieser frühen Stunde doch schon recht voll dort war. Und kalt war es! Wenn man aus dem warmen Auto kommt, empfindet man es ja als noch kälter. Da müssen wir uns aber schnell warmlaufen.

Jetzt aber erst mal das Frühstück. Das ging dieses Mal besonders schnell. Wir wollten loswandern und uns aufwärmen. Gleich am Parkplatz bemerkten wir, dass es streckenweise extrem glatt war. Noch waren wir aber zu faul, die Grödel herauszuholen und anzuziehen. Es wird schon irgendwie gehen.

Was für ein Start! Die Sonne ging langsam auf und es war kein Nebel zu sehen. Sollten wir heute mal Glück haben? Die ersten vier Kilometer ging es leicht bergauf und wir waren ziemlich schnell auf Betriebstemperatur. Das war wieder einer dieser Tage, an denen uns die Stille wieder extrem bewusst wurde. Genau dafür machen wir diese Wanderungen. Nur das Plätschern der Radau war zu hören. Sonst gar nichts! Herrlich! Wir mussten gut aufpassen, dass wir nicht ausrutschten. Grödel, brauchen wir nicht, wir sind erfahrene Wanderer! Pustekuchen. Wir waren nur zu faul, sie anzulegen.

Recht früh tat sich schon das erste Hindernis auf. Wir mussten über eisglatte, gefallene Bäume steigen. Was für ein Abenteuer. Es hat mit gegenseitiger Unterstützung gut geklappt und keiner wurde verletzt. So muss eine Wanderung starten. Klasse! Die Sonne ging immer weiter auf und wir hatten einen klaren und blauen Himmel. Das war Balsam für die Seele. Der Schnee glitzerte durch die Sonne wie Diamanten und wir erinnerten uns daran, eine Sonnenbrille auf die Liste zu setzen. Es war einfach nur traumhaft schön.

Die kleine Drohne verfolgte uns ab und zu, um ein paar kleine Clips von uns dreien zu machen. Das war die Generalprobe und diese Wanderung war ideal, um die Technik zu testen. Nach etwas über 5km kamen wir beim Skidenkmal an und ich konnte nach langer Zeit endlich mal wieder stempeln. Nach einer kurzen Trinkpause ging es für uns weiter.

Wanderhighlight: Skidenkmal

Wenn man auf dem Ulmer Weg, welcher zum Weg deutscher Kaiser und Könige gehört, zur Eckertalsperre wandert, erblickt man am Einlauf der Talsperre neben einer Schutzhütte unterhalb des Gitterkopfes das Skidenkmal (665 m ü. NN). Dieses Denkmal wurde im Jahre 1921 vom Skiklub Braunschweig für die im Ersten Weltkrieg gefallenen Sportfreunde gebaut und am 10. August desselben Jahres eingeweiht. Ursprünglich war die Gedenktafel an einer Felsengruppe, die einem Hünengrab ähnlich sah. 1996 wurde die Gedenkplatte allerdings versetzt. Neben der Erinnerungstafel befindet sich auch eine Schutzhütte, welche zum Verweilen einlädt.

Ab und zu liefen wir schweigend nebeneinanderher und hingen unseren Gedanken nach oder genossen einfach nur die tolle Landschaft. Zwischendurch gerieten wir immer wieder ins Rutschen, taten aber immer noch nichts dagegen. Echt doof von uns.

Schließlich ging es ein ganzes Stück am Eckerstausee entlang, und auch hier war es wunderschön. Ich kannte diesen Teil der Strecke von einer Wanderung im Sommer und kann ihn nur empfehlen. Weit in der Ferne konnten wir die beiden Türme von Torfhaus sehen. Zum Glück hatten wir dieses Mal eine schöne Fernsicht.

Tobi und Ramona waren noch nicht auf der Talsperre und ich wollte ihnen unbedingt den alten Grenzstein zeigen, der dort in der Mitte noch zu sehen war. So oft kommt man hier ja nicht vorbei. Die Zeit nahmen wir uns und hier machten wir wieder viele Fotos.

Wieder zurück auf der Strecke ging es viel bergab und es wurde immer glatter. Taten wir etwas dagegen? Nein! Im Nachhinein waren wir echt doof. Hinter der Staumauer ging es ein schönes Stück an der Ecker entlang und diese begleitete uns mit einem gleichmäßigen Rauschen. Kurz vor Schluss (nach 11,4km) kam dann noch das Molkenhaus, welches wir links liegenließen. Der Rest der Strecke war durch die zahlreichen Gespräche so schnell vorbei, dass wir uns wunderten, schon das Auto zu sehen.

Es war mal wieder eine tolle „Kopf-frei“-Tour für uns drei, aber wir freuten uns dann trotzdem auf den wohlverdienten Hefeweizen und das Schnitzel beim H.S.K.! Das Auto fand den Weg dorthin fast von alleine und wir genossen dort noch eine schöne Zeit bei Freunden. Danke mal wieder an das gesamte Team.

So ganz nebenbei kamen heute 16,1km und 390 Höhenmeter bei einer reinen Laufzeit von 3 Stunden und 42 Minuten zusammen. Ach ja, das Wichtigste hatte ich fast vergessen. Ich habe jetzt 150 Stempel und somit auch den „Kaiserschuh“ der Harzer Wandernadel erwandert. Diesen hole ich mir mit der Baudensteig- (es fehlen noch 2 Stempel) und der Harzer-Grenzweg-Nadel (es fehlen noch 3 Stempel) zusammen ab.

Die nächsten Touren sind geplant und wir kommen wieder. „Harz geht immer!“