EMT2: Harzmarsch 20Km Ilsenburg 2026
Datum der Tour: 14. Februar 2026
Start- & Zielpunkt: Alte Schmiedestraße 17, 38871 Ilsenburg (Harz)
Aufstieg: 470 m
Abstieg: 470 m
Dauer: 4:22 Std.
Länge: 20.5 km
Stempelstellen: KL05
Marcus und sein Team haben gerufen, Ramona und ich haben es gehört. Zum Saisonauftakt 2026 stand der 20-km-Harzmarsch in Ilsenburg an. Mit etwas Glück ist Ramona nach dieser Wanderung mit E.M.T.I. auch #emtifiziert und wir können noch weitere tolle Wanderungen für dieses Jahr buchen.
Die etwas spätere Startzeit von 10:15 Uhr hat uns dazu bewogen, nicht einen Tag vorher anzureisen, sondern es sollte vom Ablauf ein ganz normaler Wandertag wie sonst im Harz sein. Kalt sollte es werden, Schnee liegt noch im Harz. Also wollten wir deswegen rechtzeitig losfahren. So haben wir noch etwas Puffer und können die Restzeit beim Frühstück verweilen. Wer weiß, wie kalt es dort wird.
Als erfahrene Harz-Wanderer war der Rucksack schnell mit allem Nötigen gepackt und es ging am Valentinstag pünktlich um 5:30 Uhr in Richtung Ilsenburg. Wir hatten uns wie immer viel zu erzählen und somit verging die Fahrzeit wie im Fluge. Die passende Musik trug auch noch einen Teil dazu bei.
Dieses Mal hatten wir nicht den Luxus, dass der Veranstalter eine große Wiese direkt am Start-/Zielbereich für die Teilnehmer zur Verfügung gestellt hat. Das war auch irgendwie nicht möglich, denn dieser lag inmitten eines tollen Industriekomplexes und Parkplätze waren dort Mangelware. Zumindest wenn auf einmal 1000 Wanderer anreisen würden.
Jetzt können wir testen, ob der von mir im Vorfeld per Google Maps herausgesuchte Parkplatz auch ein passender Parkplatz war. Das war es natürlich nicht, denn die Schilder kann man meist bei Google nicht erkennen. Aber wir hatten Glück und das Auto konnte in der Nähe direkt am Straßenrand abgestellt werden. Am Zielort angekommen, wollten wir schon einmal einchecken. So haben wir später etwas mehr Ruhe, und wer weiß, wie voll es dann beim Check-in ist. Gesagt, getan. Wir staunten nicht schlecht, denn der gesamte Trubel spielte sich in einer großen Industriehalle ab. Völlig wetterunabhängig. Das war mal ein Geniestreich von Marcus. Sehr cool.
Die Toiletten waren unauffällig in der hinteren Ecke der Halle versteckt und die Stände mit dem Merch, der Harzer Wandernadel und dem Kaffee hatten genügend Platz gegenüber dem Startkanal. Hier konnte man sich wohlfühlen. Trotz der frühen Zeit war hier schon einiger Trubel. Und was direkt auffiel: Es waren heute extrem viele Hunde dabei. Toll!
Das obligatorische Kofferaum-Klappen-Frühstück sollte an diesem Tag einem tollen Frühstück im Stolberg Stübchen weichen. Zumindest war das der Plan. Ich hatte vorher einen Tisch reserviert und die Bilder im Internet sahen auch ganz toll aus. Das Beste daran war, das Lokal lag direkt gegenüber des Start-/Zielbereiches. Im Lokal angekommen, wurden wir freundlich begrüßt und wir konnten uns einen Platz aussuchen. Wir waren die einzigen Gäste. Im Inneren sah es sehr gemütlich und frisch renoviert aus. Richtig gemütlich. Auch das Frühstück war hervorragend. Es gab Rührei, Brötchen, Tee und Kaffee satt. Ebenso waren der Aufschnitt und die Marmeladen ausreichend vorhanden. Toll. Das Stolberg Stübchen können wir nur empfehlen!
Wir gingen dann ca. eine halbe Stunde vor dem Start zurück in die Halle und wollten uns noch umsehen. Der eine oder andere Merch wollte eventuell auch noch gekauft werden. Hier war es jetzt sehr voll geworden. Nach und nach wurden die Teilnehmer aber auf die Strecke geschickt und ganz langsam leerte sich die Halle. Dann wollen wir mal sehen, ob eine Woche Genesung nach einer schweren Influenza ausgereicht hat, um so einen anstrengenden Marsch mit vielen Höhenmetern zu meistern. Versuch macht klug!
Ramona unterstützte den Veranstalter noch mit dem Kauf eines Maskottchens, und dann gingen wir in den Startkanal. So langsam stieg die Aufregung. Der Planer der Wanderung hatte doch gleich auf den ersten 6 Kilometern die kompletten Höhenmeter verteilt und es waren laut Kommot auch sehr steile Streckabschnitte dabei. Das Gute daran war, dass man nach den ersten 6 Kilometern eigentlich einen tollen Spaziergang vor sich hatte. Wir waren total gespannt.
Alle hatten gute Laune und auch die Hunde wollten so langsam mal los. Die Läufer bekamen noch die nötigen Streckinfos und andere nützliche Informationen von Marcus, und er schickte uns dann standesgemäß mit einem dreifachen „Lieben Gruß, ich komme zu Fuß“ auf die Strecke.
Gleich zum Anfang der Wanderung merkten wir schon, dass es heute sehr glatt werden könnte. Noch war es aber nicht an der Zeit, die Grödel (Spikes) für die Wanderschuhe herauszuholen. Schnell kamen wir aus Ilsenburg heraus und wir sahen vor uns die kompletten Höhenmeter. Weiter oben war alles total weiß und neblig, das sah zumindest von hier unten extrem mystisch und schön aus.
Das Feld entzerrte sich schnell. Das muss wohl an den Höhenmetern gelegen haben, die bereits jetzt schon in den Waden bissen. Wir wurden mit einer wahnsinnig tollen weißen Landschaft belohnt und der tolle Ausblick hinunter auf Ilsenburg sorgte dafür, dass wir uns gar nicht so sehr über die Steigungen aufregen konnten, wie sie es verdient hätten.
Je höher wir kamen, umso glatter wurde es. Wir begannen alle zu rutschen und die ersten Teilnehmer waren schon mit Grödel zu sehen. Am höchsten Punkt angekommen, ging es auch gleich wieder leicht bergab. Allerdings war das, gepaart mit Eis auf den Wegen, eine doofe Kombination. Und genau hier oben trennte sich die Spreu vom Weizen. Man merkte sofort, wer nur zu den „Flachland-Märschen“ ging oder wer erfahrener Harzwanderer war. Die Harzwanderer hatten Grödel an und gingen in der Mitte des Weges. Der Rest ging, wie die Enten, in einer Reihe an den Rändern der Wege, welche allerdings auch sehr glatt waren.
Wir konnten unser Tempo steigern und kurz vor dem VP zogen wir die Grödel aus. Hier waren die Wege wieder normal begehbar. Das lag natürlich daran, dass es weiter unten wieder viel wärmer war als oben. Der VP befand sich direkt beim Kloster Drübeck. Hier konnte ich noch den Sonderstempel (KL05) für das Klosterwanderweg-Heft der Harzer Wandernadel in mein mitgebrachtes Stempelheft drücken. Wieder eine Wanderung gespart!
Was uns jetzt erwartete, war ein VP der Luxusklasse. Direkt nach der Einlasskontrolle (so werden Mitesser draußen gehalten) wurden wir eingewiesen, wo sich alle nötigen Stationen befanden. Das ging von den Toiletten über die warmen oder kalten Getränke bis hin zu den Nudeln oder anderen Köstlichkeiten. Wie gewohnt, wollten wir uns nicht lange aufhalten. Es bestand heute auch die Gefahr, schnell auszukühlen. Wir nahmen nur das Nötigste zu uns und dann ging es auf die letzten 8 Kilometer.
Die waren nicht sonderlich spektakulär. Zumindest verglichen mit dem ersten Teil der Strecke. So langsam kämpfen Ramona und ich jeder mit den eigenen Dämonen und wir wollten nur noch ins Ziel kommen. Sich darauf zu konzentrieren, war anstrengend genug. Hier und da machte ich noch ein paar Bilder und recht schnell war dann auch schon wieder Ilsenburg und das Kloster Ilsenburg zu sehen.
Der Zieleinlauf war natürlich standesgemäß, mit den aus dem Urlaub zurückgekehrten Hexen und deren lauten Glocken und Gejubel. Wir liefen gemeinsam durch das Ziel und ich läutete die Harzmarsch-Glocke. Der Pokal sah dieses Mal auch wieder besonders schön aus. Auf das Finischer Bier verzichteten wir heute. Wir wollten nur noch zum Auto und uns auf der Fahrt zum Harzer Schnitzelkönig etwas ausruhen.
Ohne den H.S.K. geht ein Harzbesuch natürlich nicht! Mal sehen, wie voll es dort am Valentinstag ist. Matze und sein Team ließen uns natürlich nicht lange warten und wir ließen erschöpft, aber glücklich den Tag bei einem tollen Schnitzel Revue passieren. Frisch gestärkt ging es dann anschließend wieder auf die Autobahn in Richtung Bremen. Die Rückfahrt verkürzten wir uns mit einem Hörspiel und passender Musik. Mann, war das ein Tag!
Es kamen heute 20,5 Kilometer bei einer reinen Laufzeit von 4 Stunden und 22 Minuten und 470 Höhenmetern zusammen. Eine tolle Leistung, wie wir finden. Ach ja, wir sehen uns schon am 28.03. in Goslar wieder. Dort wagen wir uns an die 30-Kilometer-Strecke.
Zum Schluss geht noch ein Gruß an Michi raus. Sie hatte beim 10-Kilometer-Schild noch ein Foto von Ramona und mir gemacht. Wir sehen uns bestimmt noch mal, dann haben wir bestimmt mehr Zeit.



















































































