EMT3: Harzmarsch 30Km Goslar 2026

EMT3: Harzmarsch 30Km Goslar 2026

Datum der Tour: 28. März 2026

Start- & Zielpunkt: Osterfeldparkplatz Goslar

Aufstieg: 610 m

Abstieg: 620 m

Dauer: 6:02 Std.

Länge: 19.7 km

Keine 6 Wochen nach der E.M.T.I-Harzmarsch-Premiere von Ramona sollte es schon wieder so weit sein. Wie wir hörten, ist es erst einmal der letzte Marsch in Goslar, und wir sind froh, dass wir es noch einmal geschafft haben. Nach den 20km vor 6 Wochen wagten wir uns an die 30km mit vielen Höhenmetern und wir hatten einen ziemlichen Respekt vor der Strecke.

Auch dieses Mal verzichteten wir auf die Übernachtung am Vortag und wir fuhren pünktlich um 6:00 Uhr in Richtung Goslar, um uns bei einem gemütlichen Frühstück auf den bevorstehenden Marsch vorzubereiten. Es war genügend Pufferzeit eingeplant und ein Hörspiel verkürzte uns die Fahrzeit enorm.

Kurz vor Goslar war noch eine größere Sperrung und unser Navi hatte Probleme, uns nach Goslar zu führen. Eine nette Feuerwehrfrau an der Straßensperre erzählte uns aber dann den richtigen Weg. Wir waren wieder im Spiel und hatten kaum Zeit verloren.

Beim Bäcker angekommen, bestellten wir unser Frühstück und mussten leider feststellen, dass die sichtlich bemühten Angestellten doch ihre Probleme hatten, die Kundschaft in der richtigen Reihenfolge und mit den entsprechenden Prioritäten zu bedienen. Irgendwann kam dann aber das Frühstück und es war recht ordentlich.

Wir ließen uns genügend Zeit und fuhren anschließend zum Parkplatz am Start- und Zielbereich. Hier war ausreichend Platz für alle Teilnehmer und der Weg zum Geschehen betrug nur knapp etwas über 5 Minuten.

Das Wetter war bedauerlicherweise nicht so gut. Es sollte den ganzen Tag regnen, aber das dürfte mit der passenden Kleidung kein Problem sein. Kurz vor dem Start um 10:15 Uhr entschieden wir uns, die Regenkleidung schon überzuziehen, und der Rucksack bekam auch sein Regencape auf.

Es war schon ordentlich Trubel am Start- und Zielbereich, und Marcus stimmte die 10:00-Uhr-Gruppe auf den Start ein. Es fing an zu regnen und sogar die Hunde bekamen teilweise ihre Regenjacke an. Trotzdem hatten alle Teilnehmer gute Laune. Wir wollten endlich auf die Strecke.

Jetzt waren wir dran und wir waren schon aufgeregt. Gleich am Anfang der Wanderung, nach ca. zwei Kilometern, war ein starker Anstieg eingeplant. Da kamen schnell Erinnerungen an den letzten Harzmarsch auf. Wird es wieder so anstrengend? „5, 4, 3, 2, 1 und los!“.

Nach kurzer Zeit sahen wir unser erstes Übel. Der Berg kam immer näher und wir schnauften hoch. Zum Glück fiel das gar nicht auf, denn um uns herum schnauften wirklich alle. Bei der ersten Gelegenheit zogen sich fast alle erst einmal eine der unteren Kleidungsschichten aus, denn wir kamen alle recht schnell auf Betriebstemperatur.

Es war anstrengend, aber gefühlt nicht so anstrengend wie letztes Mal. Oben auf dem Steinberg war der erste Stempel und die Schlange dort war enorm. Also traf ich für den heutigen Tag die Entscheidung, meine Stempelhefte im Trockenen zu lassen. Die heutigen Stempel hole ich irgendwann mal in Ruhe nach. Hier oben begann es auch prompt zu schneien. Schnell noch etwas trinken, die Kleidung richten und weiter. Bis zur Verpflegungsstation sollte es nur noch bergab oder auf ebener Strecke weitergehen. Das war doch mal eine Ansage.

Wir kamen dann an den Granstausee und gingen eine ganze Weile am See entlang. Eine tolle Landschaft. Leider spielte das Wetter nicht so mit, um es dann so richtig zu genießen. Bei Kilometer 10 überraschte Ramona mich mit einer kleinen Tüte Motivation. Diese Süßigkeiten sollte es ab jetzt alle 10 Kilometer geben. Eine tolle Überraschung, über die ich mich sehr gefreut habe.

Kurz vor Wolfshagen befindet sich der renaturierte Diabas-Steinbruch. Das war mein Highlight der gesamten Wanderung. Hier war ich in der Vergangenheit schon öfter und man sollte hier mal zu jeder Jahreszeit vorbeischauen. Nach ein paar Fotos ging es dann weiter zum VP am Sportplatz Wolfshagen. An den Regen hatten wir uns mittlerweile gewöhnt, denn er war ein ständiger Begleiter an diesem Tag. Ich genehmigte mir 2 Bockwürste und 2 Becher Cola, bevor es weiterging. Ach, die kleine Tüte Süßes sollte auch nicht fehlen.

Wanderhighlight: Diabas-Steinbruch

Der renaturierte Diabas-Steinbruch in Wolfshagen im Harz ist ein beeindruckendes Großbiotop. Der Diabas am Heimberg entstand vor etwa 380 Millionen Jahren aus basaltischem Magma. Erwachsene wird aufgrund seiner Färbung auch Grünstein bezeichnet und findet Verwendung im Straßenbau oder für Skulpturen. Der Brutfelsen ragt als 47 Meter hoher Inselberg aus der Steinbruchsohle heraus und besteht aus Gestein, das damals als minderwertig galt und nicht abgebaut wurde. Um den Steinbruch herum führt der preisgekrönte Themenpfad Spur der Steine. Das Innere des Steinbruchs ist zum Schutz der Tier- und Pflanzenwelt (u.a. Uhus, Geburtshelferkröten und seltene Libellen) gesperrt und durch Zäune gesichert. 

Direkt nach dem VP kam natürlich wieder eine fette Steigung, und dem Planer der Wanderung mussten eigentlich die Ohren geklingelt haben – so oft haben wir ihn bergauf verflucht. Es ging wieder am Granestausee entlang und jeder hing seinen Gedanken nach. Körperlich waren wir auch bei Kilometer 20 noch topfit. Genau das Gegenteil von der letzten Tour in Ilsenburg. So kann es weitergehen.

Zack, kam schon die zweite Motivationstüte und ich ließ mir die kleinen Belohnungen gut schmecken. So etwas machen wir bei den 50 Kilometern an der Ostsee auch wieder. Dann bekommt Ramona aber auch von mir jeweils eine kleine Tüte Motivation. Nur noch 10 Kilometer! Das sollte doch zu schaffen sein.

Kurz vor der Steinberg Alm kam noch einmal ein fetter Arschlochberg. So ziemlich jeder war hier am Stöhnen, aber gemeinsam schafften wir den Aufstieg. Die Landschaft hier war wunderschön und es hörte auch auf zu regnen. In der Ferne konnte man Goslar schon sehen und das 25-Kilometer-Schild zeigte uns, dass wir es fast geschafft hatten.

Zu guter Letzt wurden wir noch ein paar Straßen quer durch Goslar gejagt und der Planer der Wanderung dachte sich, er müsse uns zum Schluss noch einmal mit einer tollen und langen Treppe zum Schluss etwas ärgern. Hat gut funktioniert! Der Zieleinlauf war dank der Hexen und Teufel aus Siptenfelde wieder einmalig. Danke an das ganze Team von E.M.T.I für diesen tollen Tag! Man kann an jeder Ecke sehen, dass ihr dieses alles von Herzen und mit viel Liebe macht. Wir kommen wieder.

Etwas später als sonst kehrten wir beim Harzer Schnitzelkönig ein, und dank Matze, der mal wieder für uns mitgedacht hatte, wurde es ein toller Abend. Wir lernten Jannett und Malte einmal persönlich kennen. Bisher haben wir uns immer nur geschrieben, und wie es zu dem Treffen an diesem Abend kam, ist eine längere Geschichte. Nur so viel … Gegen Mittag am heutigen Tage war es noch nicht geplant. Es war sehr spontan und es passte wirklich alles. Danke für den tollen Abend und auch viele Grüße an Jacqueline. Natürlich auch ein großes Dankeschön an Matze und Charline (und den Rest des Teams), die uns mal wieder einen tollen Abend bei Freunden beschert haben.

Es kamen heute 29,7 Kilometer bei einer reinen Laufzeit von 6 Stunden und 2 Minuten und 620 Höhenmetern zusammen. Eine tolle Leistung, wie wir finden. Am 12.12. werden wir uns etwas steigern und wir wagen uns an die 35-km-Strecke. Puh! Es war ein sehr langer Tag und wir kamen gegen 22:00 Uhr erschöpft, aber glücklich wieder zu Hause an.